Geschäftsstelle: Schlutuper Str. 37, 23566 Lübeck
                       Di und Do: 16.00 - 20.00

  • 1

Tus Logo Vektor32x36Trainingszeiten

Trainingsort: Marlistadion Schlutuperstr. 37 hinten im Vereinsgebäude   

Dienstag und Donnerstag

1.Gruppe 16:00 - 17:00 Uhr  ca. 7J. bis 10J.

2.Gruppe 17:15 - 18:15 Uhr  ca. 11J. bis 15J.

3.Gruppe 18:30 - 20:00 Uhr  ca. 15J. bis .....

Samstags freies Training nach Absprache

Tus Logo Vektor32x36 aktuelle Lehrgänge: 

aktuell nix, da leider alles ausfällt

 

 

 

 Tus Logo Vektor32x36 letzte Aktualisierung 23.05.2020, alle älteren Aktivitäten findet Ihr unter Historie.

 

Trainingsstart

Am 19.5. hatten wir unseren ersten 2 Trainingseinheiten, draußen, mit Abstand, mit Regeln, aber Training. Die Trainingszeiten sind noch angepasst, also bitte Nachfragen per Whatsapp oder SMS oder Anruf ( 0172 53630192). In den Gruppen sag ich kurz vorher Bescheid, wie das Training laufen wird. Akutell haben wir Di u Do je 2 Trainingseinheiten.

 

Learn from every touch

Am 22. Februar veranstaltete die BJJ Abteilung der TSV Neustadt einen Landestechniklehrgang zum Thema Stand- und Bodentechniken des Gracie / Brazilian Jiu-Jitsu. Referenten waren Mario Stapel, Faixa Preta IV (4. Dan) Gracie / Brazilian Jiu-Jitsu und Philipp Wolf, Faixa Preta I (1. Dan) im Gracie / Brazilian Jiu-Jitsu. Die Teilnehmer kamen nicht nur aus Schleswig-Holstein, sondern auch aus Bremen, Niedersachsen, Sachsen und sogar Baden-Württemberg.

Den Anfang machte Philipp mit verschiedenen Methoden in denen das Prinzip der Distanzkontrolle gegen typische Schläger- und Boxerangriffe thematisiert wurde, um anschließend in den Clinch zu gehen. Insbesondere gegen einen schlagenden, körperlich überlegenen Angreifer ist die bestmögliche Distanz - unter Gesichtspunkten der Selbstverteidigung und des Selbstschutzes – diejenige, in der man nicht da ist. Dem entsprechend startete Philipp mit Übungen zur Schrittarbeit.

SHJJV Foto LaTeLe BJJ 22 02 2020 027 2

In weiteren Drills wurden verschiedene Meidbewegungen sowie Abwehrtechniken mit den Händen trainiert, anschließend kombiniert bis hin zur Freien Anwendung. Für das eigene Training ist es sinnvoll die Übungen vor allem zur Schrittarbeit und den Meidbewegungen erst isoliert zu üben, um das Vertrauen in die einzelnen Techniken zu stärken, denn diese bieten die technisch besseren Möglichkeiten, um weiter zu agieren.

Um dies korrekt zu trainieren, sollte in einer Distanz geübt werden, in der die Angriffe den Partner auch treffen – so erhält dieser sofort ein Feedback, ob die Technik sauber ausgeführt wurde. Als Orientierung, dass der Partner weiterhin motiviert ist, sollte in einer Geschwindigkeit begonnen werden, dass der Partner einen von zehn Schlägen spürt – dann kann langsam gesteigert werden. Anschließend kann aus der „normalen“ Schlagdistanz gearbeitet werden.

SHJJV Foto LaTeLe BJJ 22 02 2020 042 3

Nach einer Pause startete dann Mario mit Angriffskombination in der Bodenlage. Die Haupttechnik war der sogenannte "Scissors-Sweep" aus der Guard-Position. Je nach Position und Reaktion des Angreifers demonstrierte Mario verschiedene Varianten und beendete diese in Abhängigkeit der Gegenreaktion des Angreifers mit unterschiedlichen Würge- und Hebeltechniken. „Durch Erfahrung lernt ihr, wie ihr wann reagieren könnt – nach dem Motto „Learn from every touch““, so Mario. Das Wichtigste bei allen Techniken ist aber die Kontrolle des Gegners. „Ich kann euch 50% beibringen an Technik, den Rest müsst ihr euch selbst erarbeiten“. Auch hier wurden zunächst die Techniken einzeln geübt, in Drills zusammengefasst und zuletzt im freien Sparring versucht umzusetzen.

SHJJV Foto LaTeLe BJJ 22 02 2020

Zum Schluss des Lehrgangs konnten noch eine Reihe von Schülern aus Neustadt und Lübeck neue Graduierungen verliehen werden.

 

 

Treffen der Großmeister aus Schleswig-Holstein

 

Zum Ausklang des 50-jährigen Ju-Jutsu Jubiläums veranstaltet der Schleswig-Holsteinische Ju-Jutsu Verband e.V. beim Lübecker Judo Club e.V. einen Lehrgang mit sechs Großmeistern aus Schleswig-Holstein.

SHJJV Fotos LaTeLe Luebeck 11 01 20 2

Knapp 70 Teilnehmende waren angereist, die aus 18 Vereinen stammen, wovon drei sogar aus Mecklenburg-Vorpommern waren. Parallel gaben sich immer zwei Großmeister die Ehre auf zwei Mattenflächen, so dass sich die Teilnehmenden wohl oder übel entscheiden mussten. Dies fiel dem ein oder anderen sicherlich schwer.

SHJJV Fotos LaTeLe Luebeck 11 01 20 5  SHJJV Fotos LaTeLe Luebeck 11 01 20 3
Die erste Einheit übernahmen Jörg Preusse, 6. Dan Ju-Jutsu, sowie Vladimir Toth, 6. Dan Ju-Jutsu. Jörg Preusse thematisierte Würfe außerhalb des Prüfungsprogramms, wobei ihm der Einstieg spielerisch mit verschiedenen Griffkämpfen hinein Wurfeingangssituationen gelang. Von bekannten zu unbekannten Techniken führte er die Teilnehmenden zu den etwas anderen Wurfvarianten. Bekannte Würfe waren dabei u.a. Schulterzug oder kleines Inneres Einhängen – Details, die für die Wurfausführung elementar sind, erklärte Jörg sowohl bei bekannten als auch vielleicht unbekannten Würfen sehr genau. Vladimir Toth widmete sich Ellenbogentechniken gegen Angriffe mit und ohne Kontakt, mit und ohne Waffen sowie der Ellenbogenabwehr gegen Waffen mit Folgetechniken. Aus seinem riesigen Repertoire, welches er sich im Laufe von über 40 Jahren Ju-Jutsu aneignete, demonstrierte Vladimir verschiedene Kombination, um Ellbogentechniken prüfungsgemäß anzuwenden. Wichtig sind wie bei allen Technikausführungen die richtige Distanz und der Hüfteinsatz, um sie effektiv auszuführen. Die zweite Einheit gestalteten Stefan Jacobs, 7. Dan Ju-Jutsu, sowie Herbert Bünning, 6. Dan ju-Jutsu. Stefan behandelte das Thema Verknüpfungen „wenn – dann“. Methodisch führte er die Teilnehmenden an Griffvarianten und Ausführungen seiner Spezialtechnik Schulterwurf heran. „Wenn“ war hier die Veränderungen Stück für Stück – „dann“ die Reaktion darauf, beispielsweise durch Veränderung des Drucks von Uke. So sollten die Teilnehmenden auch ein Gespür für Druck und Zug kennenlernen. Nach Stefans Meinung ist es wichtig die eigene Spezialtechnik in vielfältiger Weise ausführen zu können und nicht nur auf eine fixiert zu sein. Dem entsprechend kann mit einer der Varianten immer auf einen Partner reagiert werden, wenn sich dieser anders verhält als gewohnt (weil er z.B. kleiner, größer oder dicker ist). So wurden am Ende der Einheit auch gruppenweise immer wieder die verschiedenen Eingänge und Ausführungen mittels mehrerer Angreifer durchgespielt.

SHJJV Fotos LaTeLe Luebeck 11 01 20 4  SHJJV Fotos LaTeLe Luebeck 11 01 20 1

Herbert Bünning vermittelte den Teilnehmenden verschieden Festlege- und Aufhebetechniken, die er in diversen Kombinationen unterbrachte. Dabei demonstriert auch gleich, wie die Personen in der festgelegten Position durchsucht werden können und ggf. Handschellen angelegt werden. Da diese meist nicht verfügbar sind, ging Herbert auf Aufhebe- bzw. Transporttechniken ein. Wichtig war ihm, dass Uke klare, kurze Anweisungen gegeben werden, was er/sie machen soll bzw. nicht machen soll sowie dass in der Transporttechnik auch wirklich ein paar Schritte gegangen werden. Die letzte Einheit teilten sich Peter Schneider, 9. Dan Jiu-Jitsu, und Manfred Feuchthofen, 8. Dan Ju-Jutsu. Aus Peters riesigen Fundus holte er verschiedene Möglichkeiten, um die Angriffe Nelsen und Schwitzkasten abzuwehren. Insbesondere achtete er aber auf die korrekte Ausführung der Techniken und zeigt immer wieder, worauf es bei der jeweiligen Technik ankommt. Mit seinem Flensburger Charme begeisterte Peter die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Hebeln und Würfen. Nebenbei zeigte Peter, dass überall die Gelegenheit für ein verstecktes Foul ist. Manfred Feuchthofen referierte in der Zeit zu „Wieso, weshalb, warum? Ju-Jutsu ökonomisch, kraftsparend und gesund!“ Nach einer kurzen theoretischen Erläuterung starte er mit gymnastischen Vorübungen, um die Teilnehmenden wieder zu aktivieren. Für viele Techniken ist der Hüfteinsatz entscheidend, damit auch die Kraftübertragung größer ist. Durch Übungen dazu kann sie leicht beweglich bleiben bzw. werden. Wenn die Beinarbeit beherrscht wird, können die Arme dazu genommen werden, z.B. als Fauststoß, so dass langsam der koordinative Anspruch steigt. Manfred thematisierte verstärkt Atemi im Beinbereich. Dabei ging er auf Prinzipien ein, welche Beintechniken gemeinsam haben. „Die muss ich erstmal beherrschen und verstanden haben“, sagte Manfred. Wenn das Prinzip verstanden und beherrscht wird, kann es auch jederzeit anwendet werden. Grundsätzlich gilt aber Technik geht vor Höhe , geht vor Schnelligkeit – „Wenn ich merke, ich komme mit meinem Bein nur dann höher, wenn ich in den Zehenstand gehe, sollte ich mit der Technik wieder tiefer gehen, damit ich mein Gleichgewicht besser halten kann“ so Manfred.

SHJJV Fotos LaTeLe Luebeck 11 01 20 6

Nach diesem besonderen und thematisch umfangreichen Lehrgang freuen sich die Teilnehmenden sicherlich auf die kommenden Trainingseinheiten und Lehrgänge, die für dieses Jahr geplant sind..

 

 

BJJ Seminnar in Neustadt mit Robin Gracie

 

16.11.2019 - 5 Jahre BJJ-Team Neustadt - Brazilian Jiu-Jitsu mit Robin Gracie

2019 feiert das BJJ Team Neustadt sein 5-jähriges Bestehen und lud zu einem besonderen Highlight ein. Robin Gracie, der jüngste Sohn von Stilgründer Hélio Gracie, kam nach Neustadt, sein erster Besuch in Norddeutschland! Robin ist das einzige Mitglied der ersten Generation (Söhne und Töchter der Stilbegründer Carlos und Hélio Gracie) der legendären Gracie Familie, der in Europa (Barcelona) ansässig ist. Er bemüht sich hier um die Verbreitung und Bewahrung der Lehre seines Familienstils. 1998 gründete er die Gracie-Akademie von Barcelona.

2019 12 Robin Gracie TuS Luebeck

Insgesamt waren 60 Personen, aus 17 Gruppen/Vereine und verschiedenen Stilrichtungen auf der Matte. Die weitesten Anreisen hatten Teilnehmende aus Lichtenfels (Bayern), Asslar (Hessen) und Düsseldorf (NRW), neben denen aus Schleswig-Holstein und umgebenen Bundesländern. Die Alterspanne lag zwischen 12 und 65 Jahren, was wieder beweist Sport verbindet Generationen. Robin Gracie, 5. Dan Gracie / Brazilian Jiu-Jitsu, gab vielfältige Einblicke in den Stil seiner Familie mit Techniken für die Selbstverteidigung, Prüfung und Wettkampf. Aus verschiedenen Positionen erarbeitete Robin Würgetechniken und Hebel heraus. Dabei ging er auch gleich auf die Reaktionen ein, die der Partner bzw. Gegner ausführen kann und welche Möglichkeiten bestehen wieder in eine Position zu gelangen, in der der Partner kontrolliert bzw. der Kampf beendet wird. Seinen Schülern rät er für den Wettkampf immer eine Submission, also die Beendigung des Kampfes, anzustreben. Bei vielen Kämpfen ist heutzutage zu sehen, dass die Sportler nur Techniken anwenden, um Punkte zu sammeln und damit zu siegen. Ziel sollte Robins Meinung nach aber eine Submission sein. Daher ging er auch wiederholt auf die Details der Techniken bzw. Übergänge ein und half den Teilnehmenden bei der Umsetzung. Das Erlebnis der Erfahrung, des Wissens und der Präzision von Robin Gracie war für alle Teilnehmenden ein besonderes Ereignis. Das neuerlangte Wissen werden sie sicherlich in den heimischen Trainingseinheiten einbinden. Im Rahmen des Lehrgangs wurde auch eine Blue belt-Prüfung abgenommen, sein Können demonstrierte der Prüfling im Rollen mit sehr erfahrenen Athleten, u.a. Philipp Wolf. Weitere Sportler wurde im Anschluss ebenfalls neue Graduierungen verliehen für bereits gezeigte Leistungen – Herzlichen Glückwunsch!   Text von SHJJV

 

Kursleiterfortbildung FrauenSV

Am 19.10.2019 fand in Kiel die Weiterbildung für Kursleiter Frauen SV statt. Das Thema war Szenarientraining von A-Z. Referent, Marco Reek, 1.Kyu Ju-Jutsu, Kursleiter Frauen SV, Trainer-C, ging auf alle Einzelheiten ein, die solch ein Training braucht, von den an erster Stelle stehenden Sicherheitsaspekte bis zur allgemeinen Organisation. Da Marco mehrmals im Jahr FrauenSV Kurse leitet, konnten die anwesenden Kursleiter sehr gut von seinem reichen Erfahrungen profitieren. Vom TuS nahm unserer Trainer Torsten an der Weiterbildung teil, um das eine oder andere in das normale Training ein zubauen und um die Kursleiterlizenz aktuell zu halten.

 

Prüfungsvorbreitungslehrgang vom SHJJV

26.10.2019 - Slow is smooth and smooth is fast 

Der zweite Prüfungsvorbereitungslehrgang dieses Jahres wurde vom TuS Lübeck ausgerichtet. Die beiden Referenten John Darboven, 3. Dan Ju-Jutsu, Trainer-A Leistungssport; und Jens Dykow, 6. Dan Ju-Jutsu, 1. Dan Jiu-Jitsu, Trainer-A Breitensport, gingen auf Schwerpunkte ein, die bei der letzten Landesprüfung aufgefallen waren.

SHJJV Foto PruefVorLG 26 10 2019 1      SHJJV Foto PruefVorLG 26 10 2019 5

Darunter u.a. die freien Bewegungsformen auf den auf 2. und 1. Kyu, die Jens ins Aufwärmprogramm integrierte. Ein weiteres Sorgenkind sind die Komplexaufgaben, die John Graduierung für Graduierung durchging: Bei den Fausttechniken für Orangegurt ist das Distanzgefühl, die räumliche Wahrnehmung, optimale Technikausführung und Dynamik wichtig. Der Partner ist passiv und bewegt sich leicht auf der Matte mit defensiven Abwehrhandlungen, heißt es sind Idealbedingungen die Techniken zu demonstrieren. Begonnen wird aus einer größeren Distanz, die dann erst überwunden werden muss. Ein weiteres Detail ist die eigene Deckung. Zu Beginn gab John einige Kombinationen mit unterschiedlichen Distanzen vor, dann konnten die Teilnehmenden frei agieren. Für die Komplexaufgabe im Bereich Wurf empfiehlt John, dass drei Wurftechniken ausreichen, diese sollten aber technisch korrekt ausgeführt werden, das Timing muss stimmen und die Prinzipien müssen verstanden sein. Für die Aufgabe bewegt sich der Partner locker mit: „Das ist wie Tanzen in der Disco, nur leidenschaftsloser. Nehmt den Impuls auf, seid locker, macht eine gute Show daraus“, so John. Auch die Komplexaufgaben bis hin zum 1. Dan wurden geübt. Als abschließenden Tipp zum Thema Komplexaufgaben sagte Jens: „Leg euch 2-3 Kombinationen zurecht, die genau für euren Körper passen. Und genau die sollt ihr in Perfektion zeigen. Zum Üben fangt langsam an, dann wird es geschmeidig, und damit wird es automatisch flüssiger und schneller“.

SHJJV Foto PruefVorLG 26 10 2019 4     SHJJV Foto PruefVorLG 26 10 2019 2

Der nächste Themenkomplex waren Hebeltechniken, hier arbeitete Jens die Nuancen heraus, die wichtig sind zur optimalen Technikausführung. Schwierigkeiten bereitet immer wieder die Prüfungsaufgabe Weiterführung. Die Grundidee ist, dass die Technikausführung durch eine Reaktion des Partners nicht mehr möglich ist. Im Bereich Atemi heißt das, er blockt oder fegt. Für die Weiterführung wird diese Aktion/Position/Energie von Partner genutzt, um die Situation zu beherrschen. „Da Atemis sehr schnell ablaufen, dürft ihr hier vorher absprechen, wie es ablaufen soll und wir üben es langsam“, so Jens. Slow is smooth and smooth is fast – das ist eine Kampfsportweisheit: Wenn eine Sache langsam ausgeübt wird, kann sie rund und ohne Ecken ausgeführt werden. Und etwas, das rund und geschmeidig ausgeführt werden kann, das kann geht auch schnell. „Wenn ich etwas von Anfang an versuche schnell auszuführen, wird es meist eckig sein.“ Jens demonstrierte einige Beispiele, die aus einer Grundsituation hergestellt wurden. Der Impuls von Uke wurde dann entsprechend genutzt. Auch zur Weiterführung bei Wurftechniken zeigte Jens verschiedene Variation wie Uke reagieren könnte und welche Option es bietet. Wenn Weiterführung trainiert wird, ist Nachtanzen etwas, was dazu führt, dass es immer so gemacht wird – dies ist aber nicht zielführend. „Letztendlich müsst ihr spüren was für ein Druck kommt. Weiterführung ist immer eine Überraschung, ich weiß nie was in der Verpackung ist.“ Den letzten Teil des Lehrgangs übernahm wieder John mit den Themen Selbstverteidigung und freie Anwendungsformen. Bei der Selbstverteidigung bis zum Braungurt sind es vorgegebene Angriffe. Es ist bekannt, welche Angriffe kommen und wenn der Prüfling dann getroffen wird, ist das ein No-Go: Ein Nochmal wird es nicht geben in der, genauso wie in der Realität. John vermittelte den Teilnehmenden: „Mir als Prüfer ist wichtig, dass die Verteidigungshandlung stimmig ist und zügig durchgeführt wird“. Des Weiteren ist es wichtig sich nicht selbst zu gefährden und die Situation zu beherrschen. Bei der freien Anwendung sind beide Partner gleichberechtigt, aber die Prüfung wird zusammen bestanden. Das heißt, es ist ein miteinander, kein „Ich bin der Stärkste“. Das würde Abzüge im Partnerverhalten geben. Ein Tipp von John: „Wenn ihr die Chance habt, fahrt zum Landeskadertraining, hier wird dieser Part 2-3 Stunden trainiert“ Die Anwendungsformen sollten regelmäßig trainiert werden, auch um die Belastung zu schulen. Ju-Jutsu ist reine Theorie, solange nur Techniken in Kombinationen runtergebetet werden - weil der Partner mitspielt. Das hat mit Selbstverteidigung nichts zu tun. Ob Techniken funktionieren, spürt man erst, wenn es einen Gegner gibt, der selber versucht zu punkten. Deshalb sind diese Disziplinen, auch im Breitensport, sehr wichtig: Hier sind die Techniken auf den Prüfstand, es wird herausgefunden, was wirklich geht.

SHJJV Foto PruefVorLG 26 10 2019 3

 

29.6.2019 BJJ im LJC Thema: Side Mount Mastery

Am ersten Ferientag fand der Lehrgang "Side Mount Mastery" im Lübeck Judo Club statt. Mario Stapel 4.Blackbelt Brazilian Jiu Jitsu brachte uns die Möglichkeiten und die Feinheiten der seitliche Positon näher und erweiterte unsere Möglichkeiten im Bodenkampf um eine entscheidene Komponete.

BJj LJC 2019 06

 

 

Sportschau - 125 Jahre TuS Lübeck v. 1893 e.V.

Anlässlich des Geburtstages vom TuS Lübeck finden das ganze Jahr über, Veranstaltungen sportlicher und auch feierlicher Art statt. Nachdem schon das Sportfest im Marlistadion mit diversen "Mit mach Aktionen" stattfand, bei dem sich die Ju-Jutsu Abteilung mit großem Erfolg beteiligte, fand am 23.09.2018 eine Sportschau in der TuS Halle statt. 400 Zuschauer in der Halle und auf der Tribüne verfolgten die abwechslungsreichen Darbietungen der einzelnen Abteilungen. Unser erster Vorsitzender Lothar ließ es sich nicht nehmen, bei der Sportschau mal reinzuschauen. Die Ju-Jutsu Abteilung nahm mit einer Vorführung an der Sportschau teil. Die Gruppe bestand aus 6 Ju-Jutsu Ka der 2. Gruppe, Lara (Sportassistentin) und dem Trainer Torsten. Das Programm spiegelte einen Querschnitt von Trainingselementen des Ju-Jutsu wieder. Angefangen wurde mit Kombinationen an Pratzen, die mit jedem Durchgang ausgebaut und schwieriger wurden. Leider schlief das Publikum noch ein wenig, und wurde erst durch den Aufschlag des Lowkicks von Alina in die Thaipads wachgemacht. Den zweiten Teil bildeten verschiedene Grundtechniken in Kombination, Lara fungierte als Angreifer für die Gruppe.

Sportschau 2018 TuS Lübeck JuJutsu 8   Sportschau 2018 TuS Lübeck JuJutsu 12

Das Publikum wurde zunehmend aktiver bei jedem *KIAI* der durch die Halle schallte. Im 3. Part durfte dann Torsten mit Lara als Partnerin eine Kombination gegen Schwinger und zwei gegen Stock zeigen. Die wurden dann jeweils einmal langsam und einmal in voller Geschwindigkeit demonstriert. Nachdem der Stock bei der Entwaffnung im Publikum landete, war auch der letzte Zuschauer bei der Vorführung hellwach. Als letztes durfte Lara zeigen was sie konnte. Nach einem Rückriss zeigte Sie gekonnt eine Befreiung aus der Reitposition mit Würgen, über durchschwimmen zur Upa bis zum Fauststoß in den Unterleib. Den Abschluss bildete dann ein Würgen mit dem Unterarm von hinten. Lara drehte sich, wie bei Philipp Wolf gelernt raus, brachte ihren Trainer gekonnt mit Beinstellen (Old BJJ Style) zu Boden und schloss die Kombination mit einem Fauststoß und KIAI ab.

Sportschau 2018 TuS Lübeck JuJutsu 19

Diese Vorführung wurde von den Zuschauern mit Applaus honoriert.

Vielen Dank an die Ju-Jutsu-Ka für die sehenswerte Vorführung.

 

 

Torsten Neubauer

Abteilungsleiter
Prüferlizenz Ju-Jutsu im DJJV
Trainer C Ju-Jutsu
Kursleiter für FrauenSelbstverteidigung
Kursleiter "Nicht mit Mir" für Kinder
Kursleiter "Fit für die Fete"


  TuS Lübeck 93                 Di und Do: 16.00 - 20.00
Schlutuper Str. 37           0451/63646
23566 Lübeck                 0451/63884